Aktuelle Ausstellung  
  Archiv  
Dommuseum Frankfurt

Ausstellungsarchiv




17. Mai – 13. August 2017
 
Intervention II
Tobias Schnotale im Dommuseum Frankfurt

Wie im letzten Sommer zeigt das Dommuseum auch in diesem Jahr zeitgenössische Kunst zwischen den historischen Objekten des Domschatzes im Kreuzgang des Frankfurter Doms. Gezeigt werden Arbeiten auf Papier und eine Rauminstallation des Frankfurter Künstlers Tobias Schnotale.

> Mehr Informationen
 



6. Dezember 2016 bis 2. Februar 2017
 
Fürchtet euch nicht
Zwei Weihnachtsgeschichten

Die neapolitanische Krippe aus St. Leonhard und
Julia Krause-Harder: »Das Marienleben«

Die Krippe aus St. Leonhard, entstanden im späten 18. Jahrhundert in Neapel, gehört für viele Frankfurter zu Weihnachten. Bis zur Wiedereröffnung der Kirche werden die kostbaren Figuren im Dommuseum aufbewahrt.
Das Dommuseum zeigt die Krippe in einer bühnenartigen Installation im Kreuzgang des Doms.
Das Pendant zu der Krippe bildet ein neu erworbenes Werk der Künstlerin Julia Krause-Harder.

> Mehr Informationen
 



9. bis 27. November 2016
 
Sarah Bonnert
Vom Versuch eine Altstadt zu bauen

Klangraum

Das Richtfest ist gefeiert, Frankfurts »neue« Altstadt auf dem Areal zwischen Dom und Römer bald fertig. Seit 2009 beschäftigt sich die Künstlerin Sarah Bonnert mit diesem viel diskutierten Bauprojekt. In zahlreichen Interviews hielt sie die persönlichen Erinnerungen an das Technische Rathaus, den individuellen Blick auf den Platz zwischen Dom und Römer und die Erwartungen und Wünsche an die »neue« Altstadt fest. Aus dem reichhaltigen Interviewmaterial entstand der Klangraum »Vom Versuch eine Altstadt zu bauen« indem sich Bonnert den Bedürfnissen und Sehnsüchten, die hinter diesem Projekt stehen zuwendet.

> Mehr Informationen
 



1. Juli bis 11. September 2016
 
Intervention
Vroni Schwegler im Dommuseum Frankfurt

Goldschmiedekunst und Messgewänder aus dem Mittelalter und der Barockzeit sind der wertvollste Besitz des Dommuseums: Kaseln und Diakonsgewänder aus kostbar bestickten Samt- und Seidenstoffen, oft mit bizarren Mustern und detaillierten figürlichen Darstellungen – Zeugnisse höchster Kunstfertigkeit und vergangener Prachtentfaltung. In einer der letzten Ausstellungen vor der Neuaufstellung der Sammlung mischt sich Vroni Schwegler mit subtilen Interventionen in die bestehende Präsentation im Kreuzgang des Frankfurter Doms ein.

> Mehr Informationen
 



13. April bis 22. Mai 2016
 
Von der Unbegreiflichkeit Gottes
Atelier Goldstein in der Marienkirche Aulhausen

Das Frankfurter Atelier Goldstein arbeitete 2010 bis 2015 an der Neugestaltung der Marienkirche Aulhausen.
Die Ausstellung zeigt Prozess und Ergebnis der künstlerischen Arbeit in der Zisterzienserinnenkirche aus dem 12. Jahrhundert.
Die Ausstellung ist zu sehen im Zollamtssaal des MMK, im Haus am Dom und im Dommuseum Frankfurt.
 



20. November 2015 bis 24. Januar 2016
 
Madern Gerthener und der Pfarrturm von St. Bartholomäus
600 Jahre Frankfurter Domturm

Die Ausstellung „Madern Gerthener und der Pfarrturm von St. Bartholomäus“ erzählt von Planung und Bau des Frankfurter Domturms. 1415 wurde der Grundstein gelegt, 1514 der Bau nach der Schließung der Kuppel eingestellt. Nach dem Dombrand von 1867 machte Dombaumeister Franz Joseph Denzinger die Pläne aus der Zeit Madern Gertheners zur Grundlage des Wiederaufbaus.
Bis zu zwei Meter hohe mittelalterliche Risse, Skulpturen, u.a. vom Memorienportal des Mainzer Doms, und die Dokumentation der neuesten Forschungen zur Entstehungsgeschichte des Domturms zeigen in einer konzentrierten Schau die vielen Aspekte des Schaffens des großen Frankfurter Baumeisters Madern Gerthener.

> Mehr Informationen
 



10. August 2015 bis 17. Januar 2016
 
Christus am Kreuz
Werke aus acht Jahrhunderten aus dem Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz

Das Frankfurter Dommuseum ist mit mehreren Hauptwerken aus der Sammlung Leihgeber für die Ausstellung „Schrei nach Gerechtigkeit. Leben am Mittelrhein am Vorabend der Reformation“, ab 4. September im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz. Im Tausch präsentiert das Dommuseum bis Januar 2016 Hauptwerke aus der Mainzer Schatzkammer: Das sog. Willigis-Kreuz (um 1000), kostbare mittelalterliche Buchdeckel, ein Kruzifix aus Elfenbein des Mainzer Bildhauers Paul Egell. Die kleine Schau in nur zwei Vitrinen zeigt Bilder des leidenden und des triumphierenden Christus am Kreuz.
 





30. Mai bis 30. Juni 2015 – verlängert bis 2. August 2015
 
Manfred Stumpf - Hosianna
Marielies Hess-Kunstpreis 2015
 
Eine Ausstellung der Marielies Hess-Stiftung in Kooperation mit dem Dommuseum Frankfurt

 
Manfred Stumpf
 
Der reflektierte Transfer ethisch-religiöser Moralvorstellungen in die Kunst, vermittels einer computergenerierten zeichnerischen Bildsprache, ist das Hauptanliegen im Schaffen des Konzeptkünstlers Manfred Stumpf. Mit seiner Ikone „Der Einzug in Jerusalem“ projiziert er eine gesamtkulturelle Vision einer anthropologischen Utopie, die wie ein Paradoxon wirkt.
 
Der mit dem Marielies Hess-Kunstpreis 2015 ausgezeichnete Frankfurter Künstler zeigt unter dem Motto Hosianna serielle Handzeichnungen zu seinem Eselreiter, als wieder ins Paradies einziehender neuer Adam, sowie zwei speziell für das Dommuseum entwickelte monumentale Installationen: einen „Sündenfall“ aus eingefärbtem Plexiglas und eine „Taufe des Messias“, bei der er objekthaft und popartig, mit von farbigen Folien beschichteten Plexiglaseinsätzen, in die Gestaltung der heute offenen gotischen Maßwerkfenster eingreift. Damit ermöglicht die Ausstellung ein sublimiertes Erleben des ehemaligen Kreuzgangs des Domes.
 
Manfred Stumpf betrachtet Religion als ganzheitliche Form der Kunst: „Es handelt sich bei der Ikone „Einzug in Jerusalem“ um ein Ritual, das weit in die Vorgeschichte des Christentums hineinreicht, um einen Mythos, der sich nach beiden Richtungen hin, in die Zukunft und in die Vergangenheit, als interreligiöses Bild tragfähig erweist. Das prähistorische Reiterbild wird bei Jesaja in die jüdisch-messianische Vorstellung transfiguriert und anschließend in die christliche Ikonographie aufgenommen, als Einlösungsmotiv der Gottwerdung des Menschen.“
 
1957 in Alsfeld geboren, absolvierte er 1981 sein Studium bei Thomas Bayrle an der Frankfurter Städelschule sowie parallel dazu bei Hans Haacke in New York und bei Bazon Brock in Wien. Seit 1995 ist er Professor an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main.
 
Er ist auf Kunstmessen präsent, in großen öffentlichen Sammlungen vertreten und hat bisher in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Russland, der USA und Japan in bekannten Museen, Kunstvereinen, Kunsthallen und Galerien einzeln ausgestellt.
Erhaltene Stipendien und Preise: 1982 Jahresstipendium der Frankfurter Künstlerhilfe e.V., 1985 Stipendium für junge Bildende Künstler, Alsfeld, 1988 der 1822-Kunstpreis der 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse, 1989 Stipendium Villa Massimo, Rom, 1991 Stipendium der Agency for Cultural Affairs, Tokio.
 
Manfred Stumpf lebt und arbeitet in Romrod und Frankfurt am Main.
 
Text: Brigitta Amalia Gonser (Kuratorin der Ausstellung)
 
 
Gestiftet wird der Marielies Hess-Kunstpreis 2015 von der Sparda Bank Hessen.
 
Die Ausstellung wird gefördert durch: Kulturamt Frankfurt am Main, Rechtsanwälte Bernhard Häret und Dr. Daniel Häret, Bethmann Bank, Evonik Industries, Derix Glasstudios, hr2-kultur, Dommuseum Frankfurt und Marielies Hess-Stiftung e.V.
 



11. Februar bis 15. März 2015
 
Aris Kalaizis
Das Martyrium des Hl. Bartholomäus oder das doppelte Martyrium

 
Im 20. Jahrhundert gibt es wohl kaum ein Bild vom Heiligen Apostel Bartholomäus.
 
Der Leipziger Maler Aris Kalaizis hat es nun unternommen, ein Bild des Heiligen für das 21. Jahrhundert zu malen. Entstanden ist ein Meisterwerk.
 
Dieses Bild, das den Apostel und seine Botschaft kritisch in unserer Zeit darstellt, wird im Dommuseum Frankfurt am Main vom 11. Februar bis 15. März 2015 gezeigt.
 
Weitere Informationen zum Künstler: www.kalaizis.com
 
13. Juni bis 20. Juli 2014
 
Für Wasser_Wein_Brot
Evangelisches Altargerät in Frankfurt aus 5 Jahrhunderten

 
Die Ausstellung, ausgerichtet von der Evangelischen Akademie Frankfurt und dem Dommuseum Frankfurt, richtet den Blick auf evangelisches Tauf- und vor allem Abendmahlsgerät aus unterschiedlichen Jahrhunderten.
 
Die insgesamt etwa 50 Exponate umfassen unterschiedlichste kunsthistorische Stilepochen und schlagen einen Bogen vom späten Mittelalter und Frühbarock bis zur Gegenwart.
 
Anlass der Ausstellung war die Frage nach einer protestantischen Kultur bzw. nach dem Niederschlag einer protestantischen Haltung in Kulturgütern.
 
Was also ist näherliegend, als einmal die Gegenstände für die beiden Sakramente des Protestantismus, die Taufe und das Abendmahl, zu betrachten.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
 
29. Januar bis 11. Mai 2014
 
Aris Kalaizis
Sottorealismus
(Malerei)

 
Der Leipziger Maler Aris Kalaizis verbindet in seinen Bildern viele Wirklichkeiten. Dabei spielt die Welt des Wunsches und der Sehnsucht eine zentrale Rolle, aber auch die Domäne des Übernatürlichen im Blick eines renitenten Atheisten.
 
Die New Yorker Kunsthistorikerin Carol Strickland hat für seine Malerei den Begriff "Sottorealismus" geprägt, den diese Ausstellung mit vier Gemälden aufnimmt, darunter auch das umstrittene Bild "make/believe", das den emeritierten Papst Benedikt XVI. in Spannung zu zeitgenössischen Figuren stellt.
 
Aris Kalaizis wurde 1966 als Sohn griechischer Eltern in Leipzig geboren. Er studierte dort an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink Malerei. Heute zählt er zu der jüngeren Generation der Vertreter der Neuen Leipziger Schule. Seine Arbeit befindet sich in internationalen Sammlungen. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen u.a. in New York, Venedig und Guangzhou teil.
 
Sein malerisches Programm ist durch einen mehrstufigen Prozess geprägt. Hierbei entstehen im Vorfeld zunächst aufwendige Modelle in der freien Natur oder im Atelier. Kalaizis zieht häufig Schauspieler, wie etwa Christian Berkel oder Andrea Sawatzki, hinzu. Diese Vorstudien dienen dazu, das ursprüngliche Inbild in der Realität zu prüfen und zu wägen. In diesem aufwendigen Prozess entstehen maximal sechs bis sieben großformatige Bilder pro Jahr.
 
Er inszeniert in seinen Bildwelten das Menschliche in verwüsteten und gebrochenen Landschaften. Darin finden sich die Figuren nicht selten in unüberschaubaren und verfahrenen Situationen vor. Seine narrativen Ölmalereien sind aufregende, abgründige Bilder voller Hoffnung. Dabei entsteht eine explosive Spannung zwischen dem religiösen Setting des Dommuseums und der Ambivalenz des Bildes.
 
Der Begleitkatalog "Aris Kalaizis. Sottorealism" (Imhof Verlag 2013) ist auf Anfrage verfügbar.
 
24. Januar bis 23. Februar 2014
 
814 - 2014
Karl der Große
Die Verehrung des Stadtpatrons

 
Am 28. Januar 2014 feiert Europa den 1200. Todestag des großen Kaisers, der vor 950 Jahren heilig gesprochen wurde, was durchaus auch zum Widerspruch herausfordert.
 
Seit dieser Heiligsprechung wird er in Frankfurt als Heiliger und Stadtpatron in einem eigenen Gottesdienst verehrt. Dieser Tatsache hat das Dommuseum Frankfurt am Main eine Ausstellung gewidmet.
 
20. November 2013 bis 12. Januar 2014
 
Claus Bury
Einrüstungen

 
Der Bildhauer Claus Bury zeigt "Einrüstungen" von Architekturen - Kirchen und andere sakrale Gebäude - auf Fotos, die auf seinen Reisen entstanden sind.
 
Diese Einrüstungen haben selbst skulpturalen und architektonischen Charakter und lassen den Betrachter Architektur und Skulptur mit neuen Augen sehen.
 
Claus Burys Fotos dokumentieren die Einrüstungen als eigenständige temporäre Kunstobjekte.
 
23. August bis 27. Oktober 2013
 
Elisabeth Wagner
Julian

 
Das Dommuseum zeigt die Installation "Julian" von Elisabeth Wagner (* 1954).
 
Die sensiblen und fast scheuen Figuren der Künstlerin leben aus der Spannung zwischen ihrer Innen- und Außenwelt, zwischen Offenheit und Verschlossenheit.
 
Kaum, dass man sie zu erfassen glaubt, hat man sie auch schon wieder verloren. Es gibt keinen Halt. Auch Julian ist nicht zu fassen.
 
25. Mai bis 30. Juni 2013
 
Bea Emsbach
Human Nature

 
Die mit dem Marielies Hess-Kunstpreis 2013 ausgezeichnete Frankfurter Künstlerin (*1965) widmet ihr gesamtes Œuvre der Erforschung der menschlichen Natur, der zwischenmenschlichen Beziehungen und der gegenseitigen Abhängigkeiten.
 
Ihr spezifisches Medium ist die Zeichnung. Sie zeigt unter dem Motto „Human Nature“ eine für das Dommuseum Frankfurt entwickelte monumentale Wandinstallation, rote lineare Tintezeichnungen und malerische Kolbenfülleraquarelle und setzt plastische Akzente mit Buchsbaumobjekten und Figuren aus PVC-Knetmasse.
 
Eine Kooperation der Marielies Hess-Stiftung mit dem Dommuseum Frankfurt.
 
Zur Ausstellung erscheint der Katalog: „Ereignisse im Schatten“.
 
5. März bis 1. April 2013
 
Farben der Heiligkeit
Meisterwerke der Ikonenkunst aus dem Andrej-Rubljow-Museum in Moskau

 
Das Andrej-Rubljow-Museum in Moskau zeigt seine eindrucksvollen Ikonen des 15. bis Anfang 20. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Darstellungen russischer Heiliger mit Schilderungen ihres Lebens und ihrer Bedeutung, ein anderer auf Ikonen, die als Kostbarkeiten des Moskauer Museums gelten. Spannend ist auch die Geschichte des Museums im Andronikov-Kloster, in dem einst der berühmte Ikonenmaler Andrej Rubljow lebte und malte.
 
Eine Kooperation von Ikonen-Museum und Dommuseum Frankfurt.
 
Im Ikonen-Museum ist die Ausstellung vom 5. März bis zum 11. August 2013 zu sehen.
 
15. Februar bis 7. April 2013
 
Gerhard Langenfeld
Horizonte

 
Gerhard Langenfelds großformatige Arbeiten - hier ein mit "Atelierfenster" betiteltes Bild (Duraflex auf Aluminium) - formulieren Grenzsituationen von Malerei.
 
Es sind Arbeiten von radikaler Vereinfachung und verblüffender Üppigkeit. Sie zeigen mit wenigen Mitteln die Horizonte von Malerei heute
 
Der süddeutsche Künstler wandelt mit seinen Arbeiten von den Grenzen einer monochromen Malerei bis hin zur malerischen Fotografie.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
 
15. August bis 30. September 2012
 
Alexander von Falkenhausen
Weißes Rauschen

 
Der in Frankfurt arbeitende Künstler Alexander von Falkenhausen besticht durch seine kleinformatigen Bilder, die das große und repräsentative Thema "Fontaine" aufnehmen und gestalten.
 
Hinter der ständigen Wiederholung des gleichen Themas im Werk des Künstlers verbirgt sich ein Kunstkonzept, das seinesgleichen sucht und inhaltlich die derzeitigen Diskussionen auf der Documenta in Kassel gewinnbringend fortführen kann.
 
23. Mai bis 29. Juli 2012
 
Margarete Zahn
Gitter-Werke

 
Margarete Zahns künstlerisches Werk ist geprägt von der Kreuzform, die sich in ihrer Verdichtung als Gitter-Werk darstellt. Das Kreuz ist für die Künstlerin eine Universalform, ein Archetypus des Lebens und Sterbens.
 
In dieser Form lässt sich Leben und Tod zusammenfassen und auf einen Nenner bringen.
 
Andererseits stehen ihre Gitter-Werke als Zeichen für die Verschlossenheit der Welt, die sich vielfach zeigt z.B. als Unfreiheit und Angst, als Krankheit und Sprachlosigkeit, als Blindheit, Apartheit, Armut usw.
 
17. Februar bis 22. April 2012
 
Georges Rouault
Miserere

 
Die 58 Aquatinta-Blätter der Mappe "Miserere" des französischen Künstlers Georges Rouault (1871-1958) zählen zu den Höhepunkten seines Werkes.
 
Rouault gilt als einer der großen französischen Maler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war Freund von Picasso, Matisse, Braque u.a., führte aber ein sehr zurückgezogenes fast klösterliches Leben.
 
Das Mappenwerk, das zu den bedeutendsten christlichen Kunstwerken des 20. Jahrhunderts zählt, entstand nach dem ersten Weltkrieg und verarbeitet Rouaults Kriegserlebnisse. Der erste Teil des Werkes und sein Titel bezieht sich frei auf den Psalm 51, der in lateinischer Sprache mit dem Wort Miserere (Erbarme dich) beginnt.
 
Der zweite Teil des Zyklus beschäftigt sich mit dem Thema Krieg und Gewalt.
 
Das Dommuseum Frankfurt zeigt alle Blätter der Mappe im Kreuzgang des Domes.
 
31. Oktober bis 20. Dezember 2011
 
Architektur hören
 
Aus Anlass der Verleihung des Kunst- und Kulturpreises der Deutschen Katholiken an den Schweizer Architekten Peter Zumthor findet im Dommuseum eine Installation unter dem Titel "Architektur hören" statt.
 
Die Installation nimmt Bezug auf acht Werke des weltberühmten Architekten, dabei auch auf die Feldkapelle Bruder Klaus in Wachendorf, die Neue Kapelle Sogn Benedetg in Sumvigt (CH) und das Diözesanmuseum Kolumba in Köln.
 
Peter Zumthors Werke dokumentieren in ihrer Ästhetik in besonderer Weise Spiritualität als die systematische und methodische Auslegung einer einmal gemachten geistlichen Erfahrung.
 
14. September bis 2. Oktober 2011
 
Heidi Lenz
Kreuzauffindung
 
Zum Kreuzfest des Bistums Limburg hat die Frankfurter Künstlerin Heidi Lenz auf der größten Pinwand der Stadt im Dommuseum ihre Kreuzsammlung als eine Collage mit hunderten von Kreuzdarstellung aus Kunstkatalogen, der Werbung, Zeitungen, der Mode und Devotionalien ausgebreitet.
 
Die Künstlerin nennt die Installation ihrer Fundstücke im Kreuzgang des Domes "Kreuzauffindung" und erinnert an die berühmte Legende von der Auffindung des Kreuzes in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts durch die römische Kaiserin Helena.
 
22. Juni bis 21. August 2011
 
Margareta Tovar
Übergänge
 
Margareta Tovar beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Abläufen in der Zeit, mit Spuren der Erinnerung, mit Begebenheiten, Tönen, Bildern oder auch nur Gedanken und Vorstellungen.
 
Sie bilden eine endlose Reihe von Stenogrammen und geheimnisvollen Notaten, deren Sinn sich dem Betrachter und der Betrachterin nur in der Intuition erschließen.
 
Die Auflösung ihrer Arbeiten bedarf einer Seh-Exegese, die existenzielle Zusammenhänge berührt.
 
5. bis 15. Mai 2011
 
Michael Triegel
Papst Benedikt XVI.
Porträts
 
Der Künstler Michael Triegel (1968 in Erfurt geboren, lebt und arbeitet heute in Leipzig) malt Papst Benedikt XVI. 2010 in seinen Hoffnungen und in seinem Erleben als Wissenden und Fragenden zum Betrachter und zur Betrachterin gekehrt und doch auch bei sich.
 
Das besondere an den Papst-Porträts des Künstlers sind die Fragen an den Betrachter und die Betrachterin, die die Augen des Papstes signalisieren. Es begegnet das Angesicht des Anderen, das ausgehalten werden muss.
 
Hierin liegt eine irritierende Stärke dieser Porträts mit der der Künstler die Ähnlichkeitserwartungen vieler heutiger Menschen an das Porträt konterkariert.
 
2. März bis 26. April 2011
 
Verlorene Räume
Die neue Nutzung aufgehobener Kirchen

Fotografien von Rainer Bergner
 
Die Schließung katholischer und evangelischer Kirchenräume, deren Verkauf und Umnutzung wegen des Rückgangs der Kirchenmitglieder und der Kirchensteuergelder, hat in den vergangen Jahren ein immer größeres Ausmaß angenommen. Im Bistum Limburg ist die Umnutzung von Kirchen freilich noch vergleichsweise gering.
 
Dabei ist die Schließung oder der Abriss eines Kirchenraumes das eine, die neue Nutzung der Räume das andere Problem. Welche Funktionen können ehemalige Kirchenbauten übernehmen, welchen neuen Nutzungen werden sie zugeführt?
 
Ist alles erlaubt, was den kirchlichen Haushalt entlastet oder gibt es ästhetische, theologische, historische oder religiöse Gefühle, die geachtet werden müssen?
 
Diesen Fragen stellt sich die Ausstellung.
 
26. August bis 24. Oktober 2010
 
Vollrad Kutscher
KARTOFFELKÖPP und andere Vorwürfe

Installationen
 
Vollrad Kutscher ist aufgewachsen in der Tradition christlich-abendländischer Bildwelten. Von der Zeitkunst Performance her kommend, entwickelte er Porträt-Installationen, deren künstlerische Formen, Impulse und Themenbereiche zwar weit in die Kunstgeschichte zurückgreifen, aber in neuen Medien und Techniken aktuellen Ausdruck finden. Er versteht sich als Reformulierer.
 
Bei den Ägyptern und ihrem Glauben an ein ewiges Leben nach dem Tod stößt man auf Mumien, er seinerseits mumifiziert Bilder. Die Büste der Königin von Saba, einem Beispiel idealer Schönheit aus dem alten Testament, läßt er in einer Endloßchleife altern und wieder jung beginnen. Doch die Realität der um die eigene Achse kreisenden Büste und der Projektion kommen nie zur Deckung.
 
Solche Vergänglichkeit symbolisierenden Prozeße und ein sich dagegen richtendes Streben nach Unsterblichkeit kennzeichnen auch die anderen ausgestellten Arbeiten.
 
Kuschers Vor- Würfe sind Pro- Jektionen aus Licht und Videobildern, die in letzter Zeit in Kooperation mit Dieter Reifarth (Film) und Hubert Machnik (Musik) entstanden sind. Sie verführen und enttäuschen gleichzeitig und werfen existentielle Fragen auf, die als sinnliche Beispiele einer "Theorie des Unperfekten" nachdenklich machen.
 
(Dr. Peter Forster)
 
Zu den Arbeiten und Themen des Künstlers gibt es ein Begleitprogramm im Haus am Dom.
www.hausamdom.bistumlimburg.de
 
19. Februar bis 5. April 2010
 
G. Roland Biermann
snow + concrete

 
Der in London lebende Künstler G. Roland Biermann (geb. 1962) zeigt eine Fotoreihe, die das Schmelzen von Schnee in einer Betonecke beobachtet. Damit werden räumliche und zeitliche, graphische und plastische Bezüge miteinander verbunden.
 
Schnee ist aber auch eine Metapher für Leben und Vollendung. Das englische Wort concrete steht für Beton, aber auch für Konkret.
 
Was ist dabei Konkret - Schnee oder/und Beton?
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
 
3. Dezember 2009 bis 31. Januar 2010
 
Im Zeichen des Kreuzes - Die Limburger Staurothek
 
Die Limburger Staurothek (Lade für das Kreuz) birgt ein großes Stück vom wahren Kreuz Jesu Christi. Die Kreuzreliquie ist mit ihrer byzantinischen Lade die in der 2. Hälfte des 10. Jh. in Byzanz entstanden ist, das bedeutendste Schatzstück des Bistums Limburg, zu dem auch Frankfurt am Main zählt.
 
Die Staurothek wurde bis zum vierten Kreuzzug 1204 in Konstantinopel aufbewahrt. Danach brachte Sie Heinrich von Ulmen, ein Vasall von Bonifaz von Montfort, der mit einer Prinzessin der kaiserlichen Familie verheiratet war nach Trier. Von dort gelangte die Staurothek in das Kloster Stuben an der Mosel, das 1780 aufgelöst wurde. Der Kurfürst und Erzbischof von Trier verwahrte sie dann auf der Burg Ehrenbreitstein. In der Säkularisation gelangte die Staurothek dann in den Besitz des Herzogs von Nassau nach Weilburg. Der Herzog schenkte die Staurothek, dem zweiten Bischof von Limburg Wilhelm Bausch
 
Wenn auch die Staurothek während unserer Ausstellung aus konservatorischen Gründen in Limburg verbleiben muss, so zeigt die Ausstellung doch fast alle kleineren Kreuzreliquien aus den Gemeinden des Bistums, wertvolle Kreuze und Objekte zur Geschichte der Staurothek und der damit verbundenen Kreuzverehrung und deren einigenden Kraft für unser Bistum seit seiner Gründung bis heute.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 25 Euro.
 

 
18. September bis 1. November 2009

Axel Malik
Die skripturale Methode
 
Über meine Arbeit
 
1989 beginne ich mit meinem bis heute ununterbrochenen Projekt des täglichen "Schreibens".
 
Der Schreibprozess besteht aus einzelnen, zeichenartigen, sich nicht wiederholenden Setzungen.
 
Die Bewegungsspuren sind komplexe Linien einer sich ausdifferenzierenden Bewegungssphäre. Lesen kann man das nicht, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn.
 
Die Zeichen dieser expansiven Matrix beschreiben nichts, das außerhalb ihrer eigenen Vibration und gekrümmten Frequenzdichte existiert. Es ist nicht ihr Auftrag, Anspruch und Sinn, für etwas "da draußen" zu stehen oder adäquat zu sein, ein Symbol, ein funktionales Skript, das Informationen codiert.
 
In dem Moment, wo man dem Schreiben dies aus dem Fokus nimmt, passiert in der Schreibbewegung etwas Entscheidendes, denn die Abwesenheit der Dinge, kehrt als eine verdichtete Gegenwart, als eine expandierende Intensität des Augenblicks in die Schrift selbst zurück. Die inhomogene Dynamik und unberechenbare Potentialität der Schreibbewegung selbst, um diese Realität geht es.
 
Axel Malik
 

 
19. Juni bis 30. August 2009

Robert Schad
mever, fuhl und skitnok

 
Die Linie im Raum ist die Grundgegebenheit der Stahlskulpturen von Robert Schad.
 
Sie bestimmt die Bewegung und die Richtung seiner Arbeiten, den Ablauf und die Idee. Fast wie einen Strich auf einen Zeichenblock, so malt der Künstler seine Skulpturen in den Raum. Sie sind wie ein Merkzeichen oder Signaturen aus der Hand des Künstlers. Und doch gewinnt diese Linie ein Körperleben.
 
Ähnlich assoziativ wie Robert Schads Skulpturen sind auch deren Namen. Sie sind Sprachereignis und formengewordene Erlebnisse.
 

 

 

 
27. März bis 3. Mai 2009

Tacet - die große Stille im Dommuseum Frankfurt am Main
 
Unter diesem Titel gibt das Dommuseum Frankfurt am Main einen Einblick in das Leben der Kartäusermönche, die ihr Leben in absolutem Schweigen verbringen.
 
Die Bilder sind von hoher Spiritualität und theologischer Dichte. Sie laden ein zum Innehalten und zur Meditation.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog für 2 Euro
21. Januar bis 1. März 2009

Arne-Bernd Rhaue
Ein Bild
 
Der Kölner Künstler (geb. 1954), zeigt im Frankfurter Dommuseum ein monumentales Leinwandbild (7 m x 3,80 m).
 
Die Bildidee stammt aus dem Kaiserdom und ist von dem Künstler in heutige Fragestellungen hinein bearbeitet und transferiert worden.
 
Arne Bernd Rhaue, der erster "Artist in Residence" der Kunststation St. Peter in Köln war, ist in den vergangenen Jahren durch Ausstellungen im In- und Ausland aber auch durch Arbeiten in Kirchen (Osnabrück, Norderney) bekannt geworden.
 
18. November 2008 bis 11. Januar 2009

Jochen Flinzer
Grün
 
Jochen Flinzer arbeitet weitgehend als Zeichner. Sein Arbeitsmaterial ist freilich nicht der Stift, sondern die Nadel und der Faden. Die Linie von A nach B ist es, die ihm künstlerisches Medium ist.
 
Grundmotiv von Jochen Flinzers Arbeiten ist die Spannung zwischen Kontinuität und Wandlung, der Verwandlung, der Metamorphose und des ewigen Werdens und Vergehens.
 
Die Jahreszeiten und das Meer sind für den Künstler Bilder dieses Vorganges. Kein Frühling ist derselbe, kein Sommer ist beständig, keine Welle kommt je so wieder wie sie war.
 
Grün ist dabei wie auch blau die Verwandlungsfarbe - jeweils auch Farben des Geistes - vielleicht nicht schlechthin, aber erscheint uns nicht das Meer bisweilen blau, bisweilen grün? Und ist nicht die Natur grün und doch ruhen in diesem Grün die ganzen Farben des Herbstes.
 
Die im Dommuseum Frankfurt am Main gezeigten Arbeiten von Jochen Flinzer können als ein Brainstorming zum Thema Verwandlung betrachtet werden, als ein Beitrag zum Thema Geist und Leben.
 
13. August bis 5. Oktober 2008

Josef Bücheler
Rauminstallation
 
Das Dommuseum zeigt eine Rauminstallation von Josef Bücheler, der in Wiesbaden geboren wurde und aufgewachsen ist, er lebt und arbeitet heute in Rottweil. Sein Leben ist von klösterlicher Spiritualität geprägt. Einfachheit und Naturbezug sind wie Vertikale und Horizontale in sein Leben eingewebt.
 
Die Erfahrung benediktinischen Lebens und die in der Armut Bangladesh scheinen in seinen Arbeiten gegenwärtig. Weide, Asche, Erde, Stoffreste und Papier sind die Grundausstattungen des Künstlers. Manchmal auch blitzt Farbe hinter der aufgetragenen Asche und Erde hervor. Seine Papierobjekte - große collagierte und bemalte Formen aus Zeitungspapier oder aus Plakaten - die fast wie Kutten oder Tücher im Raum schweben, bilden zusammen eine eigene plastische Form.
 
Sisalseile verbinden die Objekte mit dem Himmel und der Erde. Ihre ruhige und doch vom Leben geprägte Präsenz verleihen den Objekten etwas Erhabenes aber auch etwas Demütiges.
 
Büchelers Arbeiten überrauschen durch die Zurücknahme auf Naturmaterialien und -formen. Blätter und Schwingen, Flügel und Astwerk, Öffnungen und Spalten, Werden und Vergehen ist in das plastische und zeichnerische Werk des Künstlers eingewebt. Alles bezieht sich aufeinander und auf ein Jenseits der Erde.
 
Büchelers Rauminstallation steht in ihrer Bescheidenheit zwar in einem formalen Kontrast zur Pracht der Gold- und Silberarbeiten aber auch der Textilien im Dommuseum, nicht aber in deren Haltung und inhaltlichen Bezügen.
 

 

 

 
16. Mai bis 20. Juli 2008

Wilhelm Rauscher
Der Päpstliche Hofjuwelier, Hof- & Domgoldschmied in Fulda
 
Wilhelm Rauscher, 1864 - 1925, gehört zu den führenden Goldschmieden des Historismus. Seine Werkstatt in Fulda belieferte seit 1892 die deutschen Bischöfe und Bistümer insbesondere die von Limburg und Fulda, aber auch das von Breslau mit liturgischen Geräten z.B. mit Monstranzen und Kelchen oder Bischofstäben und Altarkreuzen.
 
Sein Geschäftssinn ließ ihn Kataloge für seine heiligen Waren drucken, die er in der ganzen Welt vermarktet hat. Auch weltliche Herrschaften und katholische Kirchengemeinden in Frankfurt und Umgebung gehörten zu seinen weltweiten Abnehmern.
 
Das Dommuseum Frankfurt zeigt eine kleine Auswahl aus dem umfangreichen Werk und Verkaufssortiment Rauschers.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog für 15 Euro
20. Februar bis 27. April 2008

Nicole Ahland
Samuel - Rauminstallation
 
Nicole Ahland (geb. 1970) präsentiert im Dommuseum die Installation "Samuel".
 
Sie geht den schmalen Grad zwischen Intimität und Sinnlichkeit, der Sebastiansikonographie, der Ecce-Homo - Pose und der Christus- und Passionsdarstellung. Die ausliegenden Postkarten mit dem Schriftzug "Nichts getan" verweisen die Installation auf ein Ethisches hinter aller sagbaren Wirklichkeit.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog für 8 Euro.
 
11. Oktober bis 2. Dezember 2007

Eckhard Froeschlin - Buchkunst
Handpressendrucke, Mappen, Unikatbücher, Radierungen
 
Das Buch (griech. Biblia) ist die Grundlage des christlichen Glaubens. Auch das Judentum und der Islam leben aus einem heiligen Buch. All diese Bücher waren im Orient und Okzident Anlass für eine bedeutende Buchkultur, die freilich spätestens mit dem Taschenbuch des 20. Jahrhunderts ihr Ende fand.
 
Eckhard Froeschlin (geb. 1953) versucht dem Buch und seinen Inhalten gestalterisch gerecht zu werden. Dabei gestaltet er durch seine Graphik nicht nur den Text eines Buches sondern er will ihm auch durch den Satz, den Druck und die Bindung handwerklich gerecht werden.
 
Das Dommuseum zeigt bis 2. Dezember von Eckhard Froeschlin gestaltete Bücher.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog für 12 Euro und ein Einblattdruck in einer Auflage von 30 Exemplaren für 100 Euro mit einem Text des mittelalterlichen Mystikers Meister Eckhard.
 
8. August bis 30. September 2007
Thomas Weber - Das Dorf
 
Thomas Weber (*1958), zeigt im Frankfurter Dommuseum seine Terrakotta-Installation "Das Dorf".
 
Die bis heute ca. 1.000 Teile zählende Arbeit voller skurrilem Witz zeigt eine Parallel-Welt im Raum der Kunst. Die frechen und manchmal auch Furcht erregenden Terrakotta-Plastiken des Künstlers erinnern von Ferne an Menschen, Tiere, Behausungen und Gebrauchsgegenstände, die alle der phantastischen Welt der Kunst entsprungen zu sein scheinen.
 
In einer Zeit der Megastädte und der Globalisierung ist Webers "Dorf" alles andere als die Erinnerung an eine Idylle. "Das Dorf" ist die Auseinandersetzung mit dem Fremden und Ganz-Anderen.
 
24. Mai bis 9. Juli 2007
Gert Wiedmaier - Stille Orte - Frankfurter Entwürfe
 
Gert Wiedmaier hat mit seiner Schwarz-Weiß-Postkartenserie vom Frankfurter Kaiserdom seine Einblicke und Ausblicke dieses wohl bedeutendsten Bauwerkes der Stadt fotografisch festgehalten.
 
Sie zeigen einen spezifischen und persönlichen Blick vom Dom, auf den Dom und in das Innere des Domes. Der in Stuttgart lebende Künstler suchte im Dom "stille Orte" und gestaltete im Dommuseum ein Fußbodenmosaik aus 8.000 Postkarten vom Dom.
 
Die Ausstellung wird im Museum für Kommunikation Frankfurt ergänzt durch einer Ausstellung mit Wiedmaiers Postkarten aus dem öffentlichen Raum der Stadt.
 
Zur Ausstellung erscheint eine Postkartenpublikation für € 17,00.
Einzeln (nur Dom oder nur Stadt) für € 10,00.
 

 

 
24. März bis 01. Juli 2007
Der Heilige Leib und die Leiber der Heiligen
Dommuseum im Haus am Dom
 
Die wesentliche Erinnerung des Christlichen Kultes ist die Erinnerung an Inkaration und Passion Christi dessen Fleisch und Blut in der Gestalt von Brot und Wein gegenwärtig gesetzt wird.
 
Seit dem Frankfurter Konzil von 794, dem von Karl dem Großen einberufenen ersten Konzil der Westkirche, war klar, Bilder dürfen nicht kultisch verehrt werden. Verehrt werden dürfen aber die Reliquien der Heiligen. Sie repräsentieren die Heiligen am Altar.
 
Die Ausstellung "Der Heilige Leib und die Leiber der Heiligen" im Dommuseum Frankfurt am Main zeigt durch einzigartige Beispiele die Vielschichtigkeit der Reliquienverehrung, die nicht nur eine Verehrung der körperlichen Überreste der Heiligen ist, auf. Sie zeigt, wie die Leiber der Heiligen seit dem Mittelalter immer mehr durch kostbare Schreine geschmückt und in Szene gesetzt worden sind.
 
Auf diese Weise wird die Präsenz der Heiligen vor Ort inszeniert und propagiert. Später dann sind es auch Sachreliquien- die bedeutendsten wohl die Kreuzreliquien, der Hl. Rock und das Turiner Grabtuch - die als "Souvenirs" die fromme Erinnerung an die Heiligen wach halten. Diese Reliquienandenken haben gerade im 19. Jahrhundert die produktivste Zeit.
 
Wie Brot und Wein in der Heiligen Messe, den Gottessohnes als gegenwärtig repräsentieren, so wird die Heilige Schrift (Bibel) wie übrigens auch der Koran als Inkarnation des göttlichen Wortes geglaubt. Das Wort Gottes ist gegenwärtig im heiligen Text.
 
Ausstellung in Kooperation mit dem Museum der Weltkulturen und deren Projekt Hautzeichen - Körperbilder.
 
Katalog: S. Hartmann, A. Heuser, M. Th. Kloft (Hr.): Der Heilige Leib und die Leiber der Heiligen. € 25.--
 
30. September 2006 - 14. Januar 2007
Die Kaisermacher
Frankfurt am Main und die goldene Bulle
 
Vor 650 Jahren bestimmte Kaiser Karl IV. in der "Goldenen Bulle" Frankfurt am Main zum Wahlort deutsch-römischer Könige. Dieses "Grundgesetz" des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation von 1356 gab sieben, später neun Kurfürsten exklusiv das Recht, im Bartholomäusdom den König zu wählen. Seit 1562 fanden hier zudem die Krönungen statt. 2006 jährt sich auch zum 200. Mal der Untergang des Alten Reiches, dessen Zentralort Frankfurt am Main bis zum Ende blieb.
 
Aus Anlass dieser Jubiläen veranstalten Institut für Stadtgeschichte, Historisches Museum, Dommuseum und Jüdisches Museum gemeinsam eine große kulturgeschichtliche Ausstellung und präsentieren Frankfurt am Main mit rund 800 eindrucksvollen Exponaten aus europäischen Sammlungen als "Stadt der Kaisermacher".
 
1. Juni bis 30. Juli 2006
Gerhard Langenfeld
Schwarz und mehr Farben
 
Gerhard Langenfeld hat sich in den vergangenen Jahren geradezu mit wissenschaftlicher Akribie mit der Farbe Schwarz beschäftigt und deren Vielfältigkeit und Farbigkeit thematisiert und sichtbar gemacht. In strengen Kompositionen hat er eine subtile innere Ordnung aufgebaut, die ein Gegengewicht zur schnelllebigen Welt von heute bildet. Dabei gibt er mit ca. fünfhundert schwarzen Tafeln im Dommuseum im Zeitalter der Bilderflut dem Bilderverbot eine neue Wucht und Bedeutung. Seine Arbeit "Pure Lebensfreude" setzt dagegen einen farbigen Akzent.
 
Katalog: Gerhard Langenfeld: Schwarz und mehr Farben. € 10.--
 
5. April - 21. Mai 2006
Anette Ziss
Die Kathedrale von Rouen
 
Von 1892 bis 1894 malte Claude Monet die berühmten Bilder der Kathedrale von Rouen. Anette Ziss hat ihre Arbeit von 2002 bis 2004 dieser Werkgruppe gewidmet und seine Bilder auf ihre eigene Weise bearbeitet. Daraus ist eine Reihe von 15 Bildern entstanden. Sie sind das Ergebnis eines immer gleichen Malprozesses, in dem die letzte Stufe der Bearbeitung festgehalten wird.
 
15. November 2005 - 8. Januar 2006
Leo Zogmayer
Kunst : Liturgie - Gefäße, Gewänder, Gehäuse
 
Die Ausstellung zeigt Caseln und liturgische Geräte von Leo Zogmayer, darunter auch die Casel, die er für den Weltjugendtag in Köln 2005 entworfen hat. Dazu zeigt die Ausstellung eine Dokumentation von Kirchenräumen, die von Leo Zogmayer entworfen und ausgestattet wurden. Die Arbeiten des österreichischen Künstlers für den Kirchenraum gelten als beispielhaft und künstlerisch bedeutsam. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
 
Katalog: Leo Zogmayer - Kunst : Liturgie - Gefäße, Gewänder, Gehäuse. € 8.--
 
26. August - 30. Oktober 2005
Franziskus Wendels
LichtZeit
 
Franziskus Wendels Malerei ist eine Malerei des Lichtes. Sie ist inspiriert von den Lichtern der nächtlichen Stadt. Ihr weiß er viele Stimmungen des Lichtes aber auch der Dunkelheit abzugewinnen. Wendels ist ein Meister in der Meditation und Konzentration des Lichtes auf der Leinwand, das er aus dem Licht der Farben im vielschichtigen schwarzen Bildraum gewinnt. Es gelingt ihm dabei mühelos, die Grenzen zwischen Licht und Dunkelheit malerisch zu überspringen. Alles ist erleuchtet.
 
20. April - 26. Juni 2005
Markus Friedemann Strieder
Eisenskulpturen und Zeichnungen
 
Markus Friedemann Strieders Eisenskulpturen betonen ihre Materialität und den Prozess ihrer Fertigung. Der Künstler geht mit den Gegebenheiten seines Materials und der Möglichkeit der Bearbeitung des Materials in der Handwerklichkeit des Schmiedens in aller Freiheit um, ohne sich gegen das Material und den Werkprozess zu stellen oder ihn zu überspielen. Die so entstandenen Arbeiten treten im Dommuseum mit der diffizilen Formenwelt der Goldschmiedekunst in Verbindung und fragen nach dem Sakralen und Profanen. Freie Zeichnungen erweitern den Blick auf die Differenzierungsmöglichkeiten und die Formensprache des österreichischen Künstlers.
 
15. Februar - 3. April 2005
Dina Draeger
No Names
 
Die Darstellung der Anderen, der Ausgegrenzten und Anonymen, gehört nicht zum gängigen Bild der europäischen Kunst. Dina Draegers großformatige Malerei sucht die anonymen Anderen fast mit den Augen einer Fotoreportage und ist doch mehr als Reportage. Sie malt mit leidenschaftlicher Anteilnahme, das Ferne doch so nahe. So entstehen aus No Names Bilder von Menschen, die die Betrachterin und den Betrachter überraschen irritieren.
 
8. Dezember 2004 - 30. Januar 2005
Der Dombrand von 1867
Frühe Photographie
 
In der Nacht zum Mariä Himmelfahrtstag, am 15. August 1867, just als der preußische König der Stadt einen Besuch abstatten wollte, stand der Kaiserdom in Flammen. Der Dachstuhl und der Domturm brannten stundenlang und im Inneren des kurz zuvor restaurierten Domes entstanden Brandschäden. Die Ausstellung dokumentiert mit frühen Photographien das Innere des Domes vor dem Brand und die durch das Feuer entstandenen Schäden. Bilder und schriftliche Dokumente aus dem Institut für Stadtgeschichte, dem Historischen Museum und dem Domarchiv geben einen Einblick in die Tage vor dem Brand, in die Brandnacht und in die Tage danach.
 
7. Juli - 29. August 2004
In Restauro
Die Krippe von St. Leonhard
 
St. Leonhard, die älteste Kirche der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main, besitzt eine der ältesten Krippen der Stadt. Es handelt sich um 40 neapolitanische Krippenfiguren aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Ein großer Teil der Figuren kam über den Industriellen Adolf Schindling in dessen Familienbesitz und wurde im Jahre 2000 von seiner Tochter der Olympiasiegerin im Dressurreiten Liselott Linsenhoff St. Leonhard geschenkt. Ein kleiner Teil der Figuren war schon im II. Weltkrieg im Besitz der Kirche. Derzeit werden die Figuren aufwendig restauriert. Das Ergebnis der Restaurierung wird in der Ausstellung vorgestellt.
 
14. April - 6. Juni 2004
Sr. M. Pietra Löbl OSF
>> dazwischen <<
 
Die bei Micha Ullmann an der Akademie in Stuttgart ausgebildete Ordensfrau stelle im Dommuseum aus. Was liegt näher, als die Ausstellung unter religiösen Gesichtspunkten zu betrachten? Das greift aber zu kurz. Ihre Arbeitsweise der formalen Reduktion, das Vermeiden von Effekten, die Leere und die Stille ihrer Arbeiten sind zwar im Kernpunkt geprägt von franziskanischer Strenge, führt aber in der Konsequenz viel weiter. Sr. M. Pietra Löbl zeigt Zeichnungen und eine Installation aus jüngster Zeit.
 
15. Februar - 31. März 2004
Heike Gallmeier
Irgendeiner wartet immer (II)
 
Heike Gallmeiers Arbeiten zeichnen sich durch einen witzig-respektlosen Umgang mit der Malerei der Vergangenheit, den Künstlern der Kunstgeschichte, der Photographie und dem Video aus. Durch ihr ambitioniertes Kratzen an den Bildwelten der Vergangenheit stellt sie die alten Bilder mit ihren Mythen in den heutigen Zusammenhang, ohne sich als Akteurin außen vorzulassen. Die Vielschichtigkeit ihrer Reflexion ermöglicht ihr Bilder zu präsentieren, die weit über herkömmliche Malerei und Photographie hinausgreifen.
 
28. September 2003 - 18. Januar 2004
Großmächtiges Nowgorod
Die Kirche auf dem Wolotowo-Feld
 
Die Doppelausstellung im Dommuseum und im Ikonen-Museum gibt einen tiefen Einblick in die Kunstgeschichte der russischen Stadt Nowgorod. Die Maria-Entschlafenskirche auf dem Wolotowo-Feld nahe Nowgorod wurde bei der Belagerung von Nowgorod und St. Petersburg im II. Weltkrieg durch deutsche Soldaten zerstört. Die Ausstellung im Dommuseum zeigt neben Originalexponaten aus Nowgorod eine 3-D-Videosimulation, welche die Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit ihren berühmten Wandmalereien nach Dokumenten vor dem II. Weltkrieg wieder erstehen läßt. Jetzt ist die Kirche, gesponsert durch die Wintershall AG, Kassel, im Rohbau wieder errichtet. Bis 2006 sollen die aus den Trümmern geretteten Malereifragmenten in der Kirche angebracht sein. Gleichzeitig zeigt das Ikonen-Museum neben sakralen Arbeiten aus Klöstern der einst bedeutenden und mächtigen Stadt Nowgorod Meisterwerke ihrer Ikonenmalerei.
 
16. Juli - 31. August 2003
Jürgen Heinert
Wider erwarten
 
"Versuchen wir es mit Wittgenstein: Wer durch die Ausstellung von Jürgen Heinert geht, könnte darauf kommen, den Philosophen beim Wort zu nehmen, der auf die Frage nach seinem philosophischen Ziel einmal lapidar geschrieben hatte: Der Fliege einen Ausweg aus dem umgestülpten Trinkglas zeigen", so Wolfgang Ullrich. Jürgen Heinert wurde 1970 geboren und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Dort lebt und arbeitet er.
 
  ImpressumIMPRESSUM  |  KontaktKONTAKT © 2015 DOMMUSEUM FRANKFURT